Zusammen die Anforderungen meistern

„Als Entwickler muss ich Standards genau berücksichtigen“

Ohne elektronische Systeme wie LiDAR und Kameras ist autonomes Fahren undenkbar. Entwickler Tilo Vollprecht erklärt im Interview, wie Unternehmen die Hürden Qualifikation und Zertifizierung meistern – und warum der Nachwuchs Mut zu Veränderungen braucht.

Tilo Vollprecht

Herr Vollprecht, Sie sind seit 2005 bei First Sensor und aktuell Projektingenieur in der Produktentwicklung der First Sensor Mobility GmbH. Welche Themen beschäftigen Sie?


Ganz klar steht die Einführung des autonomen Fahrens im Vordergrund, auch wenn der Hype der ersten Jahre von einer sachlichen Herangehensweise abgelöst wurde. Wir machen aber die Erfahrung, dass Industrieunternehmen und Start-Ups gerade bei der im Automobilbereich noch recht neuen Technologie LiDAR die für die Einführung in Serienprodukte notwendigen Themen Qualifikation und Zertifizierung unterschätzen. Für einige Unternehmen können sie große Hürden sein, auf die man sich gut vorbereiten muss.

Was ist bei Qualifizierung und Zertifizierung für Automotive zu beachten?

Systemtests können im Automobilbereich ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen und OEMs erwarten von ihren Zulieferern, dass Komponenten gemäß der Automotive-Standards qualifiziert sind. Als Entwickler muss ich ebenso wie die Hersteller diese Standards genau berücksichtigen – das gilt natürlich nicht nur für LiDAR, sondern auch für andere Produkte wie Kameras oder Drucksensoren.

Welche Punkte sind dabei besonders wichtig?

Im Kern geht es darum, dass unsere Produkte sicherheitsrelevant sind und während der Fahrt nicht einfach ausfallen dürfen, weil es sonst zu Unfällen kommen kann. Deshalb muss zum einen der Entwicklungs- und Produktionsprozess zertifiziert werden, um hier gleichbleibende Qualität sicherzustellen. Zum anderen geht es darum, die geforderte funktionale Sicherheit zu gewährleisten sowie die notwendige Zuverlässigkeit und Robustheit entsprechend den spezifischen Anforderungen nachzuweisen. Für LiDAR haben wir Hinweise zu diesen einzelnen Punkten in dem Whitepaper „Unveiling the Mystery of LiDAR Qualification for Automotive Applications: The four pillars you should know” zusammengefasst.

Einstiegsmöglichkeiten
Einstiegsmöglichkeiten

Genauso vielfältig wie unser Unternehmen sind die Möglichkeiten für einen Einstieg bei uns, passend zu Ihrem Knowhow und Ihren beruflichen Zielen. 

Wie unterstützen Sie Kunden in diesem Prozess?

Ein guter Austausch mit Kunden ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Unsere Lösungen entstehen immer in enger Zusammenarbeit, um die Anforderungen genau im Blick zu behalten und schnell reagieren zu können, falls sich Rahmenbedingungen ändern. Es ist unser Anspruch, Exzellenz in allen Prozessschritten zu realisieren und sicherzustellen, dass wir den hohen Anforderungen der Automobilindustrie entsprechen. Schließlich dienen elektronische Systeme wie LiDAR oder Kameras letztendlich als „Augen“ autonomer Fahrzeuge und garantieren ihren sicheren Betrieb.

Welche Themen stehen bei Ihrer Arbeit im Vordergrund?

Langfristige Projekte mit Kunden machen etwa die Hälfte der Zeit aus, dazu kommen tagesaktuelle Aufgaben. Im Regelfall beschäftige ich mich mit Software für das Elektronikdesign und Dokumentation, prüfe Prozessoptimierungen, stehe in Kontakt mit Kunden und Lieferanten oder übergebe Projekte an unsere Fertigung. Entwicklung ist ganz klar ein sehr vielfältiges Aufgabengebiet.

Gibt es etwas, was Ihnen als Entwickler dabei besonders Spaß macht?

Dabei zu sein, wenn ein reales Produkt entsteht, was man in der Hand halten kann, begeistert mich nach wie vor jedes Mal. Es ist toll, mit der eigenen Arbeit sichtbare Ergebnisse zu schaffen!

Was sollten Bewerber mitbringen, um als Entwickler die Einführung autonomer Fahrzeuge zu begleiten?


Aus meiner Sicht sind das neben technischer Expertise und Erfahrung in dem jeweiligen Einsatzgebiet auch Flexibilität und Lust zu Veränderungen. Denn die Automobilbranche ist aktuell im Wandel, was auch Chancen und Wachstum in verschiedenen Bereichen mit sich bringen wird, die man mitgestalten oder ganz neu aufbauen kann – zum Beispiel die Einführung alternativer Antriebe oder das autonome Fahren. Deshalb lohnt es sich für Bewerber, gerade Arbeitgeber im Sensorik-Bereich in Betracht zu ziehen. Wie man an meinem Beispiel sehen kann: Es wird nie langweilig!

Herr Vollprecht, wir danken Ihnen für das Gespräch!


Nach seinem Ausbildungsabschluss als Facharbeiter bei der Deutschen Telekom AG studierte Tilo Vollprecht Elektrotechnik an der TU Dresden und arbeitete zunächst (ab 2005) als Produkt- und Systemingenieur bei der heutigen First Sensor Microelectronic Packaging GmbH. Seit 2007 ist er bei der First Sensor Mobility GmbH als Projektingenieur angestellt und seit 2019 als Arbeitnehmervertreter Mitglied im Aufsichtsrat der First Sensor AG.

Unternehmen
Die First Sensor AG zählt zu den weltweit führenden Anbietern auf dem Gebiet der Sensorik und ist Teil von TE Connectivity. In diesem Wachstumsmarkt entwickeln und produzieren wir kundenspezifische Lösungen für die stetig zunehmende Zahl von Anwendungen in den Zielmärkten Industrial, Medical und Mobility. Dabei ist es unser Anspruch, den Herausforderungen der Zukunft mit unseren innovativen Sensorik-Technologien frühzeitig zu begegnen und sie zu lösen.
Investor Relations
Ziel unserer Investor-Relations-Aktivitäten ist es, Ihnen genau die Informationen zur Verfügung zu stellen, die Sie benötigen, um Aktionär der First Sensor AG zu werden oder zu bleiben. Durch Transparenz wollen wir Ihr Vertrauen in unsere Aktie als attraktiver Wachstumswert festigen. Außerdem tragen wir durch den kontinuierlichen und offenen Dialog zur angemessenen Bewertung des Unternehmens bei.
Tailored Solutions
Im Wachstumsmarkt Sensorik entwickelt und produziert First Sensor kundenspezifische Sensoren, Elektronikschaltungen, Baugruppen und komplexe Systeme für die stetig zunehmende Zahl von Anwendungen in den Zielmärkten Industrial, Medical und Mobility. Als Lösungsanbieter stellt das Unternehmen komplette Entwicklungsdienstleistungen vom Konzept und ersten Proof-of-Concept über die Prototypenentwicklung bis zur Serienreife zur Verfügung. First Sensor bietet ein breites Anwendungswissen, modernste Aufbau- und Verbindungstechniken und die Produktion in Reinräumen der ISO-Klassen 8 bis 5.
Kompetenzen
Im Wachstumsmarkt Sensorik entwickelt und produziert First Sensor kundenspezifische Sensoren, Elektronikschaltungen, Baugruppen und komplexe Systeme für die stetig zunehmende Zahl von Anwendungen in den Zielmärkten Industrial, Medical und Mobility. Als Lösungsanbieter stellt das Unternehmen komplette Entwicklungsdienstleistungen vom Konzept und ersten Proof-of-Concept über die Prototypenentwicklung bis zur Serienreife zur Verfügung. First Sensor bietet ein breites Anwendungswissen, modernste Aufbau- und Verbindungstechniken und die Produktion in Reinräumen der ISO-Klassen 8 bis 5.
Karriere
Innovation, Exzellenz, Nähe – das sind unsere Werte, unser Anspruch, unser Antrieb. Weniger ist keine Option. Unsere Sensorlösungen stehen für technische Innovationen und wirtschaftliches Wachstum. Denn sie sind die Basis zur Entwicklung und Nutzung von neuen Technologien in nahezu all unseren Lebensbereichen. Diese Zukunft wollen wir mit Ihnen gemeinsam gestalten.

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